Evangelische
Gemeinde
Rheinau

Versöhnungskirche

Zu großen Veränderungen in der Gemeinde Rheinau kam es in den 1950er und 60er Jahren. Bis dahin hatten zum Bezirk auch Hochstätt, Pfingstberg, Rheinau-Süd und Teile von Casterfeld gehört. Nun erhielt Pfingstberg eine eigene Pfarrei und in Rheinau-Süd wurde ein Vikariat eingerichtet.

Aufgrund des schlechten Bauzustands der alten Kirche, als auch wegen der Größe der Gemeinde wurde ein Kirchenneubau geplant und der Mannheimer Architekt Helmut Striffler mit der Planung einer neuen Kirche beauftragt. Der 1963-1965 errichtete Sichtbetonbau von Helmut Striffler galt als eine der provozierendsten Neuschöpfungen auf der Gemarkung Rheinau. Auf unregelmäßigem Grundriss am Marktplatz im Zentrum Rheinaus errichtet, ist die Kirche gleichermaßen ein deutlicher Blickfang und Orientierungspunkt.

                                            

Der Innenraum wurde architektonisch mit einer Raumdiagonalen auf den Altar an der Nordostecke ausgerichtet. Das Kruzifix ist von Hubertus von Pilgrim. Die elektronische Orgel der Allen Organ Company wurde 1989 eingeweiht. Das Geläut besteht aus vier Bronzeglocken, die 1964 von der Gießerei Rincker gegossen wurden.

Für den Innenraum, der von spitzen und schiefen Winkeln beherrscht wird, hat die Mannheimer Künstlerin Bettina Mohr eine Installation geschaffen.

„Christussonne“ erstrahlt hinter dem Altar

Eine goldene Scheibe mit einem Durchmesser von fast zwei Metern sowie mehrere Farbwerke akzentuieren die Innenraumwirkung des Striffler-Baus. Die „Christussonne“, deren bewegte Oberfläche durch eine Strukturmasse gestaltet und mit Blattgold belegt ist, strahlt an der Wand hinter dem Altarkreuz einen sanften Glanz aus. Die Farbwerke flankieren den Innenraum. Bettina Mohr greift damit die besondere Atmosphäre des Innenraums auf: „Der Raumsinn ringt ums Stillewerden, will zum Gebet hinleiten“.