Evangelische
Gemeinde
Rheinau

Martinskirche

                                                          

Die Martinskirche ist unsere Kirche im Ortsteil Rheinau-Süd.

1944 wurde die Siedlung (heute Rheinau-Süd) politisch von Mannheim eingemeindet. Ab 1946 wurden in der Schule Gottesdienste gefeiert bis 1954 ein Gemeindehaus errichtet wurde. Hier hielten die Vikare der Rheinauer Versöhnungskirche regelmäßig Sonntagsgottesdienst. 1959 wurde die Martinsgemeinde eigenständig und im Jahr darauf ein Pfarrvikariat eingerichtet, ehe 1964 die Martinsgemeinde eine selbständige Pfarrstelle wurde.

Die Martinskirche wurde ab 1965 nach den Plänen von Fritz Henning erbaut und am 31. Oktober 1967  eingeweiht. Zwischen 1990 und 1992 wurde sie renoviert. Die Kirche steht im Süden der alten Kernsiedlung von Rheinau-Süd. Das Satteldach ist tief heruntergezogen und erinnert an ein Zelt. Der Glockenturm ist freistehend. Ihr heutiges äußeres Aussehen erhielt die Kirche nach der Renovierung 1992.

Das Geläut besteht aus drei Glocken. Die kleine Glocke hat die Inschrift „Glaube“ und „Liebe“. Sie wurde bereits 1957 von der Glockengießerei Bachert gegossen und befand sich ursprünglich im Dachreiter des Gemeindehauses. Mit dem Bau der Martinskirche folgten 1966 und 1967 die beiden anderen Glocken mit den Tonhöhen c und b. Sie tragen die Inschriften „Hoffnung“ und „Geduld“ sowie „Zu Ehre Gottes“, „Friede“ und „Freude

UMBAU DER MARTINSKIRCHE IN MANNHEIM - ALLES UNTER EINEM DACH 

2016 fand nach mehrjährigem Umbau durch das Architekturbüro klinkenberg | architektur BDA die Einweihung der neuen Gemeinderäume und des Gottesdienstraumes statt, die als freistehender Block im Kirchenschiff nach dem Architekturprinzip "Haus-im-Haus" in die bestehende Kirche eingebaut wurden.

Mit einem Haus-im-Haus Konzept wird die Nutzung der Martinskirche erweitert. Ein Holzkörper wird frei in den Innenraum des einfachen Kirchenbaus aus den 70-er Jahren gestellt. Das Erdgeschossniveau nimmt die neuen Gemeinderäume auf. Die Gottesdienste feiert die Gemeinde auf dem oberen Niveau. Die umfassende Verwendung von Holz - auch für die Prinzipalien - die Nähe zu den farbigen Kirchenfenstern und die gute Raumproportion sorgt für eine sehr warme und familiäre Atmosphäre.

Das Pfarramt, die Küche und die Sanitäranlagen konnten in der bestehenden Seitenspange der Kirche untergebracht werden. Durch Veräusserung des Pfarrhauses und des Gemeindehauses konnte dieses zukunftsweisende Projekt ohne zusätzliche Gelder finanziert werden.