Evangelische
Gemeinde
Rheinau

Aktuelles

In den letzten Monaten hat die Corona-Krise das Umweltproblem deutlich überlagert. Wenn man nicht weiß, ob man eine Virusinfektion bekommt – und wenn ja, ob man diese überlebt, spielt das Danach eine eher untergeordnete Rolle. 

Die veränderten Umwelteinwirkungen durch den teilweisen Stillstand der Wirtschaft für ein paar Wochen bedeuten nicht, dass Schadstoffe nicht mehr da sind. Die sind immer noch in den Böden und Gewässern, die Treibhausgase sind immer noch in der Luft. Langfristig helfen, wie auch schon vor der Corona-Krise, nur individuelle Verhaltensänderungen und politische Maßnahmen um die Umwelt zu schützen und die Klimakrise zu bewältigen. 

Als Kirchengemeinde suchen wir nach Wegen, wie wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den CO2-Ausstoss unserer Gebäude reduzieren können. Hierzu haben wir bereits vielfältige Anstrengungen unternommen, vor allem durch Modernisierung, Bestandserhaltung, Instandhaltung, Instandsetzung und Klimafolgenanpassung.                                                                                    

Egal wie lange eine Krise dauert, wir Christen haben immer die Hoffnung und die Zuversicht, dass es weitergeht und daher muss auch die Umwelt und ihre Veränderungen in unserem Fokus bleiben. Es gibt immer ein „Danach“.

Um routinierte Verhaltensweisen zu ändern, braucht man ein Momentum wie die Corona-Krise, das die Menschen zum Umdenken zwingt. Homeoffice und Videokonferenzen sind fast obligatorisch. Arbeitgeber schaffen jetzt die nötige Infrastruktur und Arbeitnehmer lernen die Tools zu nutzen. Bedarf und Bereitschaft werden auch nach der Pandemie höher sein, wenn die Fahrt zum Arbeitsplatz entfällt, tun es auch die Emissionen. Eine Krise dieser Art zeigt uns auch, in welchen Bereichen wir noch nachbessern müssen. Darin liegt nun auch eine Chance, dies für bessere Umweltbedingungen einzusetzen.

Eine Gemeinde, die sich über 5 Stadtteile erstreckt, 3 Kirchen, 2 Gemeindezentren und 5 Kitas umfasst, erfährt die Auswirkungen der Klimaveränderung in vielfältigem Maße. 

Wir haben die Zeit des Stillstandes unseres Gemeindelebens genutzt, um in leeren Gebäuden und Geländen unseren Beitrag zur Klimaverbesserung voranzubringen. Insgesamt haben wir seit Februar 2020, 27 Maßnahmen und Projekte betreut, 19 sind bereits abgeschlossen. Unsere Großgemeinde hat den Spagat geschafft, in dieser Zeit der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit, nachhaltige Umweltmaßnahmen durchzuführen und damit auch Betriebe mit Aufträgen am Laufen zu halten. Hier 3 Beispiele:

  1. Bestandserhaltungsmaßnahme: Beregnungsanlage. Ziel: Anbindung der bereits bestehenden Anlage an den Brunnen auf dem Gelände der Kita Waldblick. Dadurch wird zur Bewässerung des Kirchengeländes kein Trinkwasser mehr verwendet.
  1. Aufforstung – Klimafolgenanpassung: 8 neue Laubbäume gepflanzt. Ziel: Verschattung der Kirche. Ersatz der Kiefern, die infolge des Klimawandels abgestorben sind.
  1. Installation PV-Anlage und Erfassung der Messdaten in Avanti. Ziel: Stromversorgung des Gemeindezentrums mit angeschlossener Kita. CO2 Vermeidung von ca. 13,4 Tonnen jährlich.

Inhaltlich wird sich die Arbeit der nächsten Jahre auf Bestandserhaltung und Projekte der Klimafolgenanpassung fokussieren und bei der Umgestaltung der Gebäude in Versöhnung werden wir uns verstärkt einbringen, in dem wir auf umweltgerechtes Bauen und Umgestalten achten.

Es gibt also immer etwas zu tun, um unsere Umwelt ein kleines Stück besser zu machen.

Renate Platz, Vorsitzende des Umweltteams

>> Abgeschlossene Projekte 2017-2020

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